Push it!

03/02/2010

Bericht , 4 Kommentare

Renato Kaiser

Masse zieht sich unter Kälte bekanntlich zusammen. Nur so ist zu erklären, wie wir uns an diesem klirrend kalten, neuverschneiten Dienstag zu fünfhundert (in Zahlen: 500) ins Lido quetschen konnten. Was die elf Poeten, teils weitgereist aus Goldach (Schweiz) oder Bielefeld (unbekannt), dann entfachten, lässt sich kaum anders als die Außerkraftsetzung des Ersten Hauptsatzes der Thermodynamik beschreiben: Im Lauf des Abends stieg die Energie in unfassbare Höhen. Glückwunsch an die Doppelsieger Till Reiners und Renato Kaiser, die in einem spektakulären Schnick-Schnack-Schnuck-Finale das Ehrenmegaphon unter sich aufteilten.
Applaus für die Fotos von Hendrik Schneller!
Der nächste Kreuzberg Slam steigt am 2. März.

Mischa und Lichter
Mischa und Haare
Team ADS
Florian

Lesedüne

An dieser Stelle sei noch einmal auf eine vielversprechende Veranstaltung verwiesen: "Das ging viel zu lange gut mit uns": Systemrelevanter Humor vom 10. bis 13. Februar im Mehringhoftheater.
Was Systemrelevanter Humor ist? Zum Beispiel das:

Originalsystem

Reservierungen hier.

4 Kommentare


#1 Anne meint:

06. Februar 2010 15:02

der Kreuzbergslam ist super. immer sehr unterhaltsam. eigentlich zahle ich auch sehr gerne 5 euro für gute unterhaltung. Wenn ich aber höre, dass die Poeten gerade mal 2 Freigetränke und sonst gar nichts bekommen, würde mich dann schon interessieren, an wen denn die Eintrittsgelder dann gehen, wenn nicht an die, die für die Unterhaltung sorgen?

500 Gäste haben am Dienstag 5 € gezahlt! Und das meiste davon geht wahrscheinlich ans Lido, das ja außerdem mit den Getränken noch mal ordentlich Kohle macht. tschuldigung, aber das kann ich in Zukunft nicht mehr unterstützen. Schade!

#2 Kolja meint:

07. Februar 2010 22:40

Hallo Anne,

schön dass Du fragst und Dich nicht im Stillen entschließt den Kreuzberg Slam zu boykottieren. Wir sind ein Veranstalterteam aus vier Leuten, die sich seit Jahren Mühe geben, in Kreuzberg schöne Veranstaltungen ohne Verwertungsdruck zu organisieren. Das geht nur, weil wir unser Geld auch woanders verdienen. Wir laden Slammerinnen und Slammer, die wir schätzen, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein und bezahlen ihre Reisekosten und bei Bedarf eine Unterkunft. Wir zahlen Saalmiete, Plakate, Flyer, Stuhltransport, Megafone, Musik, Getränke, Backstagepizza und unsere Geräte. Wenn viele Leute kommen, bleibt ein bisschen was übrig. Wenn wenige kommen, wie manchmal im Sommer, nicht. Wir schlagen jedes Sponsoring-Angebot aus. Wenn Du Spaß beim Slam hast, kannst Du ihn weiter mit gutem Gewissen genießen.

Kolja

#3 ben. meint:

13. Februar 2010 01:30

hallo,

ich habe gerade diese anmerkung oben von anne gelesen und muss wirklich sagen, dass ich die kritik ungerechtfertigt finde!

ich stell dir einfach mal nur die frage, was das ziel eines poetryslams sein sollte?das ein mensch der oben auf der bühne steht sein gedanken, sein lyrische wurzel ausleben kann! und ich glaube kolja und marc-uwe investieren soviel zeit und aufwand in dieses projekt und da wird jetzt nur an der menge der freigetränke eine komplette wertung über den kreuzbergslam abgegeben!

stell dies mal in eine komplett andere relation. nehmen wir mal den berliner kulturbetrieb der steuerlich finanziert wird, mit ich glaube im letzten jahr 81,2 mio. euro in berlin! bekommst du dort eine aufführung für 5 euro zu sehen? garantiert nicht, da man sich diese meist nicht leisten kann! vielleicht sehe ich dies auch anders als jemand der selbst früher konzerte veranstaltet hat bzw. jetzt als veranstaltungstechniker arbeitet.

und wie kolja schon erwähnte, da fallen hier und dort kosten an, die ein "laie" nicht im ansatz beurteilen kann! (musikverwertungsrechte, verköstigung, technisches eqiptment, public relation, materialtransporte, gastslammer etc.)

und klar waren es grandious, diesmal 500 leute die diesmal zu besuch kamen, aber in der nebensaison als beispiel sind es deutlich weniger, wo man als veranstalter meist draufzahlt, aber die kreuzbergslammer trotzdem jeden monat dieses bespielen, weil sie einfach einen antrieb, eine motivation und interesse an ihrem projekt haben und so gleicht sich dies aus!

aber aus meiner sicht ist dies wirklich wieder eine typische attitüde, wie es diese nur in diesem land geben kann, kaum liest man kritik, ist sie negativ, weil alle nur negativ sehen wollen und können, weil viele nur werteinfiltiert sind und wenn es nur ein "banales" freigetränk, welches die veranstalter dem slammer quasi ausgibt, geht!

#4 Morris meint:

16. Februar 2010 20:27

Push it!

Zusammen schaffen wir doch viel Nachhaltiges. Wir sollten öfter telefonieren Kolja.

liebe Grüße aus Konstanz

Ist die o2-Arena hässlich oder schön?